Donau-Kampagne

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Save the living river!
© WWF DCP

Rettet die Donau – Stoppt den Kanal

Durch die musikalische Donaureise mit Hubert von Goisern rückt die Donau verstärkt ins öffentliche Interesse. Doch wie steht es um die „schöne blaue Donau“ wirklich? Eine Thema das an Brisanz gewinnt und auf das der WWF im Rahmen der Donau Kampagne aufmerksam machen möchte. Immerhin trägt die Donau den traurigen Titel „bedrohtester Fluss Europas“.

Ein lebendiger Fluss…

Die blaue Donau ist Europas Lebensader. Auf ihren fast 3000 km vom Schwarzwald zum Schwarzen Meer durchquert Sie 10 Länder und verbindet dabei seit Jahrhunderten Natur und Menschen. Der Fluss versorgt uns mit überlebensnotwendige Gütern wie Trinkwasser und sichert Erholungsräume und die biologische Vielfalt. Über Jahrhunderte waren Donaufische und andere Wildtiere eine wichtige Grundlage für den Nahrungserwerb und den Lebensunterhalt.

...oder nur ein toter Transportkanal?

Aber unsere Donau ist gefährdet. Veraltete Staustufenpläne und Flussbauprojekte, vorangetrieben von den nationalen Regierungen und finanziell unterstützt durch die Europäische Union, drohen unsere lebendige Donau in einen toten Schifffahrtskanal zu verwandeln. Die Donau soll als lebloser “Verkehrskorridor Nr. VII” im sogenannten “Transeuropäischen Netz für Verkehr“ (TEN-T) enden. Über 1000 Kilometer der Donau sollen hierfür ausgebaggert, reguliert oder gestaut werden. Dies würde den größten Teil der in Europa verbliebenen naturnahen Flusslandschaften und Auwälder zerstören – Gebiete wie die Donaulandschaft zwischen Straubing und Vilshofen in Deutschland, die außerordentlich vielfältigen Auwälder entlang der ungarischen, kroatischen und serbischen Strecke, die natürlichen Donauinseln zwischen Rumänien und Bulgarien und das spektakuläre Donaudelta.

Was würden wir verlieren?

Nicht nur eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten würden vernichtet, sondern auch viele andere, für die Menschen wichtige, Umweltressourcen. Die Ausbaupläne würden den Grundwasserhaushalt beeinträchtigen und so die Trinkwasserversorgung von über 20 Millionen Menschen gefährden. Der Verlust von Feuchtgebieten, die Schad- und Nährstoffe filtern, verschlechtert die Selbstreinigungskraft des Flusses und erhöht so die Kosten für die Abwasserbeseitigung. Ohne Auwälder und Rückhalteräume, die sich sich bei Hochwasser wie ein Schwamm vollsaugen, würde die Gefahr von Überschwemmungen steigen. Millionenhohe Schäden die vermieden werden können.

Die Schifffahrt auf der Donau ist wichtig – aber nicht ihre einzige Funktion!

Um eine nachhaltige Zunkunft für die Donau planen zu können, die Fluss wie auch Mensch umfasst, müssen all ihre Werte berücksichtigt werden.

Unnötige Verschwendung

Tatsache ist, dass die meisten der gegenwärtigen Pläne zur Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen auf der Donau veraltet, teuer und unnötig sind. Sie beschränken sich darauf, den Fluss an immer größere Schiffe anzupassen, anstatt neue und erprobte Technologien im Schiffsbau, in der Logistik und Kommunikation zu fördern, mit denen die Transportkapazität erhöht und die Wirkungen auf die Umwelt erheblich verringert werden können.

Wir wollen einen lebendigen Fluss und keinen Kanal

Deshalb fordern wir die Europäische Kommission und die nationalen Regierungen auf:

  • Stoppen Sie einseitige und überzogenen Ausbaupläne, die die Donau in einen leblosen Transportkorridor verwandeln würden !
  • Schützen, erhalten und fördern Sie die gesamte Vielfalt und den Reichtum des Lebens in der Donau und ihren Auen !
  • Entwickeln Sie eine umfassende und nachhaltige Lösung für eine verträgliche Nutzung des Flusses für die verschiedene Bedürfnisse – nicht nur für die Schifffahrt, sondern auch z.B. für Fischerei, Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz.
  • Die Schiffe müssen dem Fluss angepasst werden und nicht der Fluss den Schiffen !
 / ©: Rettet die Donau
Rettet die Donau
© Rettet die Donau
Gemeinsame Kampagne mit:
 / ©: Bund Naturschutz
Bund Naturschutz
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 / ©: LBV
LBV
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Konflikte: Schifffahrt vs. Natur

 / ©: DCP
Passt die Schiffe dem Fluss an, nicht den Fluss an die Schiffe!
© DCP

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